Projekt ′Einwanderung gestalten NRW′ Kreis Lippe

Zielsetzung

Ziel des Modellprojekts ist es, anhand der im Case-Management bearbeiteten Einzelfälle Rückschlüsse auf Veränderungs- und Optimierungsbedarfe in den einzelnen Prozessen der Rechtskreise zu schließen und Schnittstellen zu definieren, diese im Rahmen des Lenkungskreises zu bewerten und die notwendigen Veränderungsprozesse anzuschieben und nachhaltig zu verankern. Daraus resultiert eine rechtskreisübergreifende Handlungsstruktur für ein kreisweit einheitliches Einwanderungsmanagement.

Projektstruktur

Allgemeiner Aufbau

Das Modellprojekt ist ein Kooperationsprojekt des Kreises Lippe und der kreisangehörigen Stadt Detmold, die eine eigene Ausländerbehörde besitzt.

Das Projekt besitzt zwei Handlungsebenen, zum einen die Einzelfallebene und zum anderen die strukturelle Ebene. Aus der operativen Umsetzung auf der Einzelfallebene durch die Methode des Casemanagements (CM), werden Rückschlüsse auf Veränderungs- und Optimierungsbedarfe auf der strukturellen Ebene gezogen. Diese Veränderungsbedarfe werden in einer noch einzurichtenden Lenkungsgruppe, in der mit Entscheidungsbefugnis ausgestattete Vertreter_innen aller relevanten, am Integrationsprozess beteiligten, Organisationen vertreten sind, angestoßen und in Kooperation mit den Casemanager_innen begleitet und umgesetzt. Das Vorhaben ist als lernender Prozess zu verstehen.

Lenkungsgruppe

Damit im weiteren Projektverlauf Veränderungsprozesse auf der strukturellen Ebene angestoßen werden, wird eine Lenkungsgruppe eingerichtet bzw. geprüft, ob ein schon vorhandenes Gremium (z.B. Strategiegruppe Flüchtlinge) erweitert wird.

In der Lenkungsgruppe werden die in der Bearbeitung der Einzelfälle identifizierten strukturellen Veränderungsbedarfe anhand der Dokumentation besprochen und Veränderungsprozesse angestoßen. Dazu finden seit Herbst 2017 regelmäßige Sitzungen statt.

Projektplanung

Das Projekt ist in drei unterschiedliche Phasen, die ineinander übergehen, aufgeteilt und wirkt zum einen auf der Einzelfallebene als auch auf der strukturellen Ebene.

Startphase 01.08.2017 – 15.09.2017 

Auf der einzelfallbezogenen Ebene werden in der Startphase die notwendigen  Materialien für den Casemanagementprozess und zur Akquise von Teilnehmenden (z.B. Gesprächsleitfäden, Dokumentationsvorlage, Flyer) erarbeitet. Die Lenkungsgruppe wird eingerichtet.

Arbeitsphase 15.09.2017 – 14.04.2019

In dieser Phase findet auf der fallbezogenen Ebene das Casemanagement statt. Mit den jeweiligen Teilnehmenden werden Einzelgespräche zur Fall- und Auftragsklärung geführt. In fallbezogenen Planungskonferenzen und weiteren Gesprächen werden von der Casemanager_in in enger Abstimmung mit den beteiligen Akteuren und dem Teilnehmenden selbst Lösungsansätze erarbeitet, umgesetzt und dokumentiert. Diese Lösungsansätze und Erkenntnisse werden in der Lenkungsgruppe aus struktureller Sicht bewertet und für strukturelle Veränderungsprozesse genutzt und zu einer rechtskreisübergreifenden Handlungsstruktur gebündelt.

Abschlussphase 15.04.2019 – 31.07.2019

In der Abschlussphase werden die bestehenden Konzepte des Kreises Lippe, der Stadt Detmold und ggf. anderer kreisangehöriger Kommunen anhand der neuen Erkenntnislage überarbeitet und zu einem Einwanderungsmanagement zusammengefasst.