Griffbereit

Zielgruppe: 2,4,6,7

Eltern mit und ohne Migrationshintergrund mit 1- bis 3-jährigen Kindern

Ziel:
Das Programm soll die Grundlage für eine solide Mehrsprachigkeit von Kindern bilden, mit der Leitidee, aus ihnen kompetente Mehrsprachige zu machen. Griffbereit zählt zu einem der Programme der kommunalen Integrationszentren NRW, welche im Bereich der frühkindlichen Entwicklung zur durchgängigen Sprach- und Familienbildung beitragen. Die Eltern sollen bei der Frühförderung ihrer Kinder unterstützt werden und gleichzeitig ermöglicht das Programm ihnen, selbst die Akteure zu sein, denn sie sind erste Sprachvorbilder und haben den engsten Bezug zu ihren Kindern im Alltag. Durch das Programm kommen Kleinkinder aus Familien mit Migrationshintergrund schon sehr früh mit der deutschen Sprache und deutsche Kinder mit einer Fremdsprache in Kontakt.

Inhalte:

Griffbereitgruppen können in Kindertageseinrichtungen oder Familienzentren, Familienbildungsstätten und Migrantenorganisationen sowie Spielkreisen angeboten werden. Auf diese Weise werden die Familien früh an das Bildungssystem herangeführt. Eltern können in der Griffbereitgruppe erfahren, wie sie ihre Kinder beiläufig und regelmäßig in entwicklungsfördernde Kommunikations- und Sprachspiele verwickeln können, weshalb es auch ein Elternbildungsprogramm ist, das bei den Stärken der Eltern ansetzt. Die Gruppen werden von Elternbegleiter_innen, die vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) geschult werden, geleitet. Das Material, welches derzeit in 16 Sprachen existiert, wird vom KI zur Verfügung gestellt. Was in der Gruppe erarbeitet wird, kann somit von den Eltern auch zu Hause mit den Kindern umgesetzt werden. Das Beherrschen der Familiensprache erleichtert Kindern, die mehrsprachig erzogen werden, das Lernen der deutschen Sprache. Mehrsprachigkeit ist Normalität und auch gesellschaftliche Realität in Deutschland. Mit der Öffnung von Institutionen und Akteuren im Bildungssystem hin zu einem mehrsprachigen Umfeld wird der natürliche Spracherwerb von Kindern gefördert.

Ansprechpartnerin: Jessica Keitel