MiKI reagiert auf aktuelle Situation

Bestand wächst stetig weiter und nimmt auch neue Themen auf

Seit fast einem Vierteljahr tobt der Krieg in der Ukraine und hat entsprechend für eine Fluchtbewegung gesorgt. Auch in Lippe sind etliche Menschen aus der Ukraine angekommen, darunter viele Kinder. „Damit die Kinder schnell die Deutsche Sprache erlernen können, bedarf es geeigneter Materialien“, so Claudia Kloock vom Team MiKI – Medien im KI.

Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Lippe (KI) wolle Erziehende und Lehrende mit Ideen und Materialien unterstützen und habe gut 80 Kinderbücher angeschafft, die in der Bibliothek eingesehen und ausgeliehen werden könnten, wie ihre Kollegin Beate Becker ergänzte. „Diese sind einsprachig und zweisprachig, zum Teil auch Bildwörterbücher, die den ersten Spracherwerb besonders gut unterstützen.“

Auch dieser Bestand wächst stetig weiter und umfasst viele Themen. „So haben die Bücher diverse Themen zur Orientierung in Deutschland, wie beispielsweise den Besuch beim Kinderarzt, so Kloock weiter, aber auch schwierige Themen wie die Flucht seien in den Büchern kindgerecht aufgearbeitet worden.

Für Fragen zu den neuen Büchern stehen Beate Becker unter b.becker@kreis-lippe.de und Claudia Kloock c.kloock@kreis-lippe.de auch schon vor einem Besuch der Ausleihbibliothek MiKI im Braunenbrucher Weg 18 in Detmold zur Verfügung.

Ehrenamtsvereinbarungen in Schule nun auch in ukrainisch und russisch

Der Bedarf wurde von den Leitungen der lippischen Schulen in der Schulleiterdienstbesprechung deutlich gemacht. Da Ehenamtliche benötigt werden, um die neuen Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine optimal begleiten zu können, ist es auch notwendig, dass auch die begleitenden bedingungen der Einsätze eindeutig geklärt sind. Dafür wurde die Ehrenamtsvereinbarung des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen nun auch auf ukrainisch und russisch übersetzt. Alle drei Versionen können hier aufgerufen und heruntergelden werden.

Ehrenamtsvereinbarung deutsch

Ehrenamtsvereinbarung ukrainisch

– Ehrenamtsvereinbarung russisch

Bist Du behindernd? Mach´s doch allen möglich!

Für mehr Teilhabe und Barrierefreiheit in Lippe

Unter diesem Motto wird der Aktionstag der Menschen mit Behinderung am Samstag, 7. Mai 2022, von 12 bis 16 Uhr im Kurpark in Bad Salzuflen stattfinden. Zum zweiten Mal wird ein buntes Programm mit Informationsständen, Mittmachaktionen, Essen und Getränken soei einem Unterhaltungsprogramm geboten werden. Für jede Altersstufe sind verschiedene Angebote vorhanden, auch das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Lippe wird mit drei Aktionen und einem Informationsstand dabei sein. Das Programm, eine Anmeldekarte für den kostenlosen Fahrdienst sowie weitere Informationen finden Sie im Flyer.

Das Kommunale Integrationszentrum sucht und schult neue Elternbegleitende

Im April startet eine Schulungsreihe der Bildungsprogramme Griffbereit, Rucksack Kita und Rucksack Schule des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Lippe (KI). In sechs Schulungen, drei davon online, werden die neuen Elternbegleitenden auf ihre neuen Aufgaben optimal vorbereitet.

Diese Basisqualifizierung bietet eine Weiterbildung zu den Themen kindliche Entwicklung, frühkindliche Mehrsprachigkeit und Kinderrechte. Weiterhin werden in der Schulungsreihe Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder bis zum Grundschulalter einschließlich erarbeitet.

Die Teilnahme an der Schulung ermöglicht es den zukünftigen Elternbegleitenden, auf Honorarbasis mehrsprachige Eltern-Kind-Gruppen in Kitas, Gemeindehäusern, Familienzentren oder Grundschulen zu leiten. Weitere Informationen zu den drei Bildungsprogrammen Griffbereit, Rucksack Kita und Rucksack Schule finden Sie unter https://willkommen-in-lippe.de/arbeitsbereiche/projekte-und-programme/.

Der erste Termin der Schulungsreihe wird am 25. April 2022 stattfinden, es wird dann noch weitere fünf Folgetermine geben, drei davon werden online angeboten werden. Sie sind interessiert? Das KI sucht vorzugsweise Personen mit Migrationsgeschichte, die dann als Elternbegleitende eingesetzt werden können. Die Teilnahme ist an der Schulungsreihe ist kostenfrei.

Für weiterreichende Information und die Anmeldung stehen Anne Grit Bangura, A.Bangura@Kreis-Lippe.de und Linda Antonia Paul L.Paul@Kreis-Lippe.de zur Verfügung.

Ebru Kunst Workshop am Weltfrauentag

Die Teilnehmenden mit Ihren Ebrubildern.

Die Kunsttechnik „Ebru“ ist schon uralt, es ist nicht bekannt wann und wo diese Kunst tatsächlich entstanden ist, sie gehört keiner bestimmten Nation oder Kultur an. Die Muster, die duch den Farbauftrag auf der Flüssigkeit entstehen, sind vielfältig, das Ergebnis auf Papier oder Stoff ist überraschend anders als erwartet. „Eine beruhigende, therapierende Wirkung, das Staunen während des Mamorierens und die große Bewunderung für die Kunstwerke der Teilnehmerinnen untereinander war sehr spürbar“, wie Anne Grit Bangura vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Lippe feststellte. Die Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Bereichen, Institutionen und aus dem Haupt-und Ehrenamt zusammen und verbrachten einen interessanten Nachmittag. „Ich bin total happy diese Technik kennengelernt zu haben, so die Teilnehmerin des Workshops Rose Schäfer.

Der Künstler Mutlu Yilmazer aus Bielefeld leitete den Workshop und erklärte, „die Ebru-Kunst steht heute in der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Die speziellen Farben, die sich nicht miteinander vermischen, sondern sich gegenseitig Platz geben, zeigen für ihn symbolisch die Toleranz, den Respekt und die Kooperationsbereitschaft, die wir in einer diversen Gesellschaft stets zusammen üben müssen“.

Workshop Alltagsdikriminierungen in der Realschule Lemgo

Die tägliche Dosis Pöbelei

Sie sind sich einig, dass mit dem resprektvollen Umgang miteinander Alltagsdiskiminierungen begenet werden kann.

Die Klasse 7c setzte sich mit verschiedenen Formen von Alltagsdiskriminierungen auseinander. Dr. Frank Oliver Klute vom kommunalen Integrationszentrum des Kreises Lippe führte in seinem Worhshop zahlreiche, alltägliche Situationen auf, in denen Menschen aufgrund  ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, ihrer Abstammung sowie ihrer finanziellen Möglichkeiten beleidigt, ausgegrenzt und/oder benachteiligt werden. Einige Beispiele waren den Schüler:innen bekannt und sie konnten in einen Erfahrungsaustausch gehen, Lösungsmöglichkeiten und -wege aufzeigen. Weitere Beispiele wurden angesprochen, in denen erst genauer hingesehen werden wusste um die Diskriminierung zu erkennen.

Im Vordergrund des Workshops stand der Austausch, die Diskussion. Eine relevante Erkenntnis war, dass oftmals Diskriminierungen passieren, ohne dass gezielt eine Ausgrenzung gewollt wird. „Um derartige Situationen nicht eskalieren zu lassen, sind die Reflexion und ein verändertes aufeinander Zugehen entscheidend, so die Lehrerin Tanja Kis. Allein das Nachfragen, das miteinander Reden, helfe Missverständnisse zu beseitigen, den eigenen Standpunkt zu betonen und aber auch für ein respektvolles Miteinander zu sorgen.

„Unser Partner, der Handball Bundesligist TBV Lemgo, hat unseren Workshop mit dem erfolgreichen Spieler Lukas Huticek unterstützt. Er nahm aktiv an den Diskussionen teil und ermunterte die Schüler:innen sich neuen Situationen und Gesprächen mit einem sportlichen Ehrgeiz zu stellen“, freute ich die Lehrerin Nadine Sabatzki. Nur wer miteinander spreche, könne voneinander lernen, so ihr Fazit.

Umfangreiche Informationen auf Ukrainisch

Die vielen Informationen von allen, die sich an der kurzfristigen Materialsammlung zu Unterstützungsangeboten für ukrainische Flüchtende beteiligt haben, wurden vom Bundesfamilienministerium in einer Link-Liste gebündelt, nach Themen und Sprache geclustert und zusammen mit den eingereichten Dokumenten im Bundesfamilienministerium weitergeleitet. Da sich vermutlich auch viele Hilfebedürftige direkt vor Ort informieren werden, ist diese Link-Liste hier abrufbar. Vielleicht kann sie Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen vor Ort hilfreich sein, die nach Informationen zu den verschiedenen Themen in Ukrainisch oder Russisch suchen.

Tipps zum Umgang mit dem Russland-Ukraine Krieg an den Schulen

Seit nunmehr einer Woche schaut die Welt auf den von der Russischen Regierung ausgelösten Angriffskrieg in der Ukraine. Bilder und Aussagen „führen in großen Teilen der Schulgemeinde zu Unsicherheiten und Ängsten und werfen für alle Beteiligten oftmals schwer zu beantwortende Fragen auf“, wie im Schreiben des Staatssekretärs des MSB, Mathias Richter, vom 1. März 2022 zu lesen ist. diese Situation werde zudem durch immer wieder neue und teilweise auch irreführende Nachrichten und Posts in den sozialen Medien und Netzwerken erschwert.

„Unsere Schülerinnen und Schüler erziehen wir dabei im Geiste unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Demokratie und Völkerrecht sind unverhandelbare Grundwerte unserer Verfassung“, so Richter weiter, dabei sei es die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler zu stützen, zu informieren und dabei gleichzeitig ein offenes, angstfreies und friedliches Miteinander zu gewährleisten, das keinen Platz für Einschüchterungen oder Schuldzuweisungen lässt. Weiterhin ermuntert der Staatssekretär dazu, den Ukrainekrieg im Unterricht aufzugreifen und behutsam zu thematisieren, auch wenn es zu kontroversen Bewertungen und Konfliktmustern kommen könne.

Damit die Schulleitungen und Lehrkräfte altersangemessen den Ängsten und Sorgen aber auch den Nachfragen altersgerecht begegnen können, hat das Ministerium eine Link-Liste mit hilfreichen Seiten im Bereich der Schulpsychologie, der Informationen zum aktuellen Konflikt und der politischen und geschichtlichen Hintergründe sowie der pädagogischen Aufbereitung des Themas zusammengestellt. Diese Liste finden Sie, ebenso wie eine Liste des Mildenberger Verlags jeweils als PDF für den Download.

Link- und Materialsammlung des MSB

Linkliste Mildenberger

Eine sehr übersichtliche Zusammenfassung bietet die Taskcard, die Hintergrundinformationen sowie Auskünfte zu Beratungsstellen, Unterstützungen und Ansprechpartnern bietet.

Neuerwerbungen in der Ausleihbibliothek MiKI

Die Attraktivität einer guten Ausleihbibliothek lebt von einem gewachsenen Bestand, der sowohl Klassiker, anerkannte Standardwerke und interessante Themen beinhaltet. Selbstverständlich muss der Bestand dabei attraktiv und aktuell gehalten werden. „Wir haben den Markt der Neuerscheinungen stets im Blick, um ein aktuelles Angebot aufrechterhalten zu können“, so Claudia Klook zu den Ergänzungen. Selbstverständlich werde bei den thematischen Erweiterungen der MiKI auch auf bestehende, anerkannte Werke zurückgegriffen, um eine umfangreiche und vielfältige Auswahl vorhalten zu können. In den nun folgenden Themenbereichen stehen die genannten neu angeschafften Titel zur Ausleihe bereit:

DaF/DaZ unterrichten

  • Bühne frei für Deutsch. Das Theaterhandbuch für Deutsch als Fremdsprache
  • 55 Spiele mit Chunks für Partner-, Gruppen- und Plenumsarbeit
  • 55 Wortschatzspiele für Gruppen- und Plenumsarbeit
  • Mathematik als Fremdsprache kurz & knapp. Zahlen, Grundrechenarten und Maßeinheiten. In Deutsch und Arabisch.

Bücher zum ´“Guten Lebensabend“

  • Trans & Care. Trans Personen zwischen Selbstsorge, Fürsorge und Versorgung
  • LSBTIQ* und Alter(n). Ein Lehrbuch für Pflege und Soziale Arbeit
  • Ältere Pendelmigration aus der Türkei. Alters- und Versorgungserwartungen im Kontext von Migration, Kultur und Religion
  • Muslimische Patienten pflegen
  • Das ist alles unsere Lebenszeit. Ältere Lesben und Schwule in der Corona-Krise

Bücher zur Pädagogik

  • Ich will verstehen, was du wirklich brauchst. Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern. Das Projekt Giraffentraum
  • Kinder einfühlend ins Leben begleiten. Elternschaft im Licht der Gewaltfreien Kommunikation
  • Ein Fortbildungsbuch zu Adultismus für Kinder, Grundschule und Familie
  • 4 Werte, die Kinder ein Leben lang tragen
  • Das Recht des Kindes auf Achtung. Fröhliche Pädagogik

Das Kommunale Integrationszentrum verteilt Bücherspenden an Kitas und Schulen

Internationale Märchen und Geschichten

Wer treibt sich da in den Bergen herum? Es ist die Winterfrosthexe! Sie lacht und schreit: „Ich werde den Frühling vertreiben! Nie wieder soll es Frühling werden auf der Erde! Immer soll nur eiskalter Winter sein!“ Wird es das mutige kleine Mädchen schaffen, diesen Plan zu durchkreuzen?

Anne Grit Bangura, Dirk Burgschweiger und Dagmar Bahra machen die interessierten Kinder mit den Büchern vertraut.

Das Märchen „Das kleine Mädchen und die Winterfrosthexe“ aus Bulgarien ist eines der insgesamt 90 Bücher mit verschiedenen Märchen und Geschichten aus den unterschiedlichsten Ländern rund um den Globus, die dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Lippe (KI) gespendet wurden. Beate Becker vom Team der Bücherei ‚MiKI‘ im KI und Anne Grit Bangura, Organisatorin des Programms ‚Rucksack Kita‘, dankten dem Botschafter der Sarias Stiftung, Dirk Burgschweiger vom Facilityservice OWL FSO GmbH, einem Partner der Sarias Capital GmbH, zu der auch die Stiftung gehört.

Märchen seien ein wesentlicher Bestandteil der kindlichen Entwicklung und besonders in der interkulturellen Erziehung wichtig, so die Überzeugung der Sarias Stiftung, intuitiv würden die Kinder die Gemeinsamkeiten und das Verbindende der Märchen stärker als die Unterschiede und das vielleicht Fremde fühlen. Da dieser Ansatz ganz im Sinne des KI ist, verteilte Bangura die Bücherspende an insgesamt sieben Kitas. „Die Bücher sind hervorragend für Kinder ab 4 Jahren geeignet. Ich freue mich“, so Bangura, „dass die Kitas, die das Rucksack-Programm bei sich umsetzen, die Bücher von der Stiftung bekommen konnten und ich wünsche den Kindern viel Spaß damit und einen tollen Vorlesetag.“

Dass die Märchen bei den Kindern gut ankommen, machte die Leiterin der AWO Kita Moorstrolche, Tanja Markmann deutlich. „Die Kinder freuen sich und sind sehr interessiert an den Büchern.“ Sie bekämen die Möglichkeit sich zwischendurch Auszeiten zu nehmen und in den Büchern zu blättern, auch vorgelesen werde ihnen regelmäßig. Dass es Menschen gebe, die etwas für Kinder und Familien täten, damit ihnen auch der Zugang zu Literatur ermöglicht werde, freut ihre Leiterkollegin Dagmar Bahra von der AWO Kita Lindenstraße in Lage. „Wir suchen auch Bücher in den Herkunftssprachen unserer Familien und schaffen die an, damit Eltern mit ihren Kindern überhaupt an das Lesen herankommen“ wie sie ergänzte.