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Orientierungspartner unterstützen Zugewanderte auch in Schlangen

Gemeinsam ankommen in Lippe

In einem fremden Land anzukommen, ohne die Sprache sicher zu beherrschen und oft nach belastenden Fluchterfahrungen, allein das ist für viele Menschen eine enorme Herausforderung. Neben sprachlichen Hürden erschweren auch komplexe Verwaltungsstrukturen den Start in ein neues Leben in Deutschland. Genau hier setzt das vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Lippe entwickelte Programm der sogenannten ‚Orientierungspartner (OPA)‘ an.

Das Kommunale Integrationszentrum bildet dabei engagierte Menschen aus, die Zugewanderten beim Ankommen im Kreis Lippe unterstützen. „Ziel ist es, Orientierung im oftmals unübersichtlichen Integrationsnetzwerk zu bieten und gleichzeitig die Selbstständigkeit der Zugewanderten zu stärken“ erläuterte Melissa Horton, Programmkoordinatorin im KI.

„Ein besonderer Vorteil des Projekts ist es, dass viele Orientierungspartner selbst Migrationserfahrungen haben und entsprechend die Herausforderungen des Ankommens aus eigener Perspektive kennen, wie Horton ergänzte, dadurch entstehe eine vertrauensvolle Unterstützung auf Augenhöhe.

Melissa Horton, Kamila Sydorenko und Claudia Weichert freuen sich über das Integrationsangebot in Schlangen.

Eine von ihnen ist Kamila Sydorenko, die sich ehrenamtlich als Orientierungspartnerin in Schlangen engagiert. Da sie viele der Herausforderungen aus eigener Erfahrung kennt, weiß sie wie wichtig Unterstützung gerade in der ersten Zeit ist.

„Es ist nicht einfach, wenn es sprachliche Hürden gibt. Viele Menschen, wissen auch nicht, an wen sie sich wenden können. Es motiviert mich, dass ich wirklich etwas Positives im Leben eines anderen Menschen bewirken kann.“ erklärt Sydorenko.

Die OPA werden in einer Schulungsreihe gezielt auf ihre Aufgaben vorbereitet. Inhalte sind unter anderem Verweisberatung, interkulturelle Sensibilisierung sowie Themen wie Wohnen, Schule, Kita und vieles mehr. Dabei wirken auch externe Kooperationspartner mit, um eine praxisnahe Qualifizierung sicherzustellen.

Das Projekt bringt Vorteile für alle Beteiligten. Die neu Zugewanderten erhalten persönliche Unterstützung, die ihnen Sicherheit gibt. Die Orientierungspartner können ihre Erfahrungen weitergeben und erfahren Wertschätzung für ihr Engagement. Gleichzeitig wird auch die Verwaltung entlastet und Integrationsprozesse werden beschleunigt.

„Integration gelingt dort am besten, wo Menschen einander unterstützen.“ So Claudia Weichert, Fachbereichsleiterin für Ordnung und Soziales in der Gemeinde Schlangen. „Unsere OPAs leisten dafür einen wichtigen Beitrag und dieses Engagement verdient große Anerkennung“ ergänzt Melissa Horton vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Lippe.

Insgesamt gibt es im Kreis Lippe 30 engagierte Orientierungspartner in zehn lippischen Kommunen. Für Sydorenko ist ihr Engagement mehr als nur ein Ehrenamt. „Ich habe das Gefühl, Teil von etwas Wichtigem zu sein und einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Das bedeutet mir sehr viel.“

Mit dem Programm der Orientierungspartner leistet das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Lippe mit den kommunalen Kooperationspartnern einen wichtigen Beitrag zu einer gelingenden Integration – getragen von Engagement, gegenseitigem Verständnis und dem gemeinsamen Ziel, das Ankommen im Kreis Lippe so einfach wie möglich zu gestalten.

Interessierte an dem Programm oder der Tätigkeit als OPA können Melissa Horton unter m.horton@kreis-lippe.de erreichen.

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