Material für den Vorlesetag

Bücherspende der Sarias-Stiftung unterstützen die Integration an Schule und Kita

Weit über eine halbe Millionen Menschen haben am diesjährigen bundesweiten Vorlesetag teilgenommen – selbstverständlich auch Kindertagesstätten und Schulen in Lippe. Durch die Buchspende der Sarias-Stiftung konnte hier im Kreis nicht nur den Geschichten gelauscht, die Bücher konnten erlebt werden.

Rund 90 Bücher mit Geschichten und Märchen aus aller Herren Länder spendete die Sarias-Stiftung dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Lippe, das diese Bücher an die Kitas und Grundschulen im Kreis weiterverteilte, die sich dem Rucksackprogramm des Landes angeschlossen hatten.

Khathera, Cristiano, Essa, Acun und Hanna aus der 3b blätterten bereits in den neuen Büchern Beate Becker, Dirk Burgschweiger und Schulleiterin Tanja Krenz freuen sich über das Interesse.

Dirk Burgschweiger freute sich als OWL-Botschafter der Sarias-Stiftung, die zur Sarias Capital GmbH gehört, dass die Spende auch bei den Kindern so gut ankam. Die Sarias- Stiftung setze ihr Wirken besonders für das soziale Engagement ein, um sich strukturiert und zielführend zum Wohle der benachteiligten Menschen, insbesondere der Kinder, in unserer Gesellschaft einzusetzen, betonte Burgschweiger.

Kristina Schiller vom Leitungsteam der ‚Butzeburg‘ in Lage sagte, dass die AWO für Vielfalt, Akzeptanz, Toleranz, Gleichberechtigung und Solidarität stehe und Kinder aus verschiedenen Herkunftsländern in den Kitas betreut würden. „Wir freuen uns über die Bücherspende. Die Bücher werden uns helfen den Kindern zu vermitteln, dass wir in einer großen, bunten Welt leben“, so Schiller weiter.

Jennifer Schröder, Anne Grit Bangura, Kristina Schiller und Rita Wedel schauen Phillipp, Noah, Youssuf, Maya, Hamza Ilgaz, Kerem, Jamal, Lennie, Liah, Malik sowie Aurelia beim Lesen über die Schulter. (von links)

„Wir haben eine Bücherei und in jeder Gruppe eine Leseecke, so haben die Kinder die Möglichkeit, regelmäßig Bücher auszuleihen und mit nach Hause zu nehmen“. Wie Schiller erläuterte, auch die Eltern könnten sich in der Kita mit Literatur in der Elternbibliothek versorgen. „Mit den Kindern und Familien aus anderen Nationen arbeiten wir gerne mit Bilderbüchern und Medien, die Piktogramme zeigen. Auch mehrsprachige Kinderbücher sind in unserem Bestand vorhanden“, ergänzte Jenny Schröder, die als pädagogische Fachkraft auch das Rucksackprogramm betreut.

Auch in den Grundschulen fanden die neuen Bücher großen Anklang. So kamen auch in der Grundschule am Kirchplatz in Schötmar die Märchenbücher aus aller Welt gut an, „zumal im Jahrgang 4 gerade das Thema ‚Märchen‘ auch im Unterricht behandelt wird“, stellte Schulleiterin Tanja Krenz heraus. Sie freute sich riesig über die Buchspende und berichtete, dass ‚echte‘ Bücher zum Anfassen auch in ihrem privaten Leben eine große Rolle spielten und dass die Liebe zum Buch und das Lesen in der Schule besonders gefördert würden.

Eifrig wurde schon in den Büchern geblättert, und da die sehr gut ausgestattete Schulbücherei von den Schülern und Schülerinnen reichlich genutzt werde, stelle die Spende mit den Märchen aus China, Bulgarien, Japan und Äthiopien eine willkommene Bereicherung des Angebots dar, so Krenz weiter.

Das Kommunale Integrationszentrum verteilt Bücherspenden an Kitas und Schulen

Internationale Märchen und Geschichten

Wer treibt sich da in den Bergen herum? Es ist die Winterfrosthexe! Sie lacht und schreit: „Ich werde den Frühling vertreiben! Nie wieder soll es Frühling werden auf der Erde! Immer soll nur eiskalter Winter sein!“ Wird es das mutige kleine Mädchen schaffen, diesen Plan zu durchkreuzen?

Anne Grit Bangura, Dirk Burgschweiger und Dagmar Bahra machen die interessierten Kinder mit den Büchern vertraut.

Das Märchen „Das kleine Mädchen und die Winterfrosthexe“ aus Bulgarien ist eines der insgesamt 90 Bücher mit verschiedenen Märchen und Geschichten aus den unterschiedlichsten Ländern rund um den Globus, die dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Lippe (KI) gespendet wurden. Beate Becker vom Team der Bücherei ‚MiKI‘ im KI und Anne Grit Bangura, Organisatorin des Programms ‚Rucksack Kita‘, dankten dem Botschafter der Sarias Stiftung, Dirk Burgschweiger vom Facilityservice OWL FSO GmbH, einem Partner der Sarias Capital GmbH, zu der auch die Stiftung gehört.

Märchen seien ein wesentlicher Bestandteil der kindlichen Entwicklung und besonders in der interkulturellen Erziehung wichtig, so die Überzeugung der Sarias Stiftung, intuitiv würden die Kinder die Gemeinsamkeiten und das Verbindende der Märchen stärker als die Unterschiede und das vielleicht Fremde fühlen. Da dieser Ansatz ganz im Sinne des KI ist, verteilte Bangura die Bücherspende an insgesamt sieben Kitas. „Die Bücher sind hervorragend für Kinder ab 4 Jahren geeignet. Ich freue mich“, so Bangura, „dass die Kitas, die das Rucksack-Programm bei sich umsetzen, die Bücher von der Stiftung bekommen konnten und ich wünsche den Kindern viel Spaß damit und einen tollen Vorlesetag.“

Dass die Märchen bei den Kindern gut ankommen, machte die Leiterin der AWO Kita Moorstrolche, Tanja Markmann deutlich. „Die Kinder freuen sich und sind sehr interessiert an den Büchern.“ Sie bekämen die Möglichkeit sich zwischendurch Auszeiten zu nehmen und in den Büchern zu blättern, auch vorgelesen werde ihnen regelmäßig. Dass es Menschen gebe, die etwas für Kinder und Familien täten, damit ihnen auch der Zugang zu Literatur ermöglicht werde, freut ihre Leiterkollegin Dagmar Bahra von der AWO Kita Lindenstraße in Lage. „Wir suchen auch Bücher in den Herkunftssprachen unserer Familien und schaffen die an, damit Eltern mit ihren Kindern überhaupt an das Lesen herankommen“ wie sie ergänzte.

Sprachpatinnen und -paten weiterhin gesucht

Neues Land, neue Schule, neue Gesichter – eine neue Welt für zugewanderte Kinder und Jugendliche – und eine neue Sprache, die nicht einfach zu lernen ist. Hier setzt das SmiLe Projekt (Sprachbildung mit individuellem Lernerfolg) des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Lippe an.
„Wir suchen interessierte Menschen, die ehrenamtlich Kinder und Jugendliche beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützen möchten“, wie Beate Becker, eine der Koordinatorinnen im KI, herausstellte. Diese Ehrenamtlichen treffen sich einmal pro Woche mit einem Kind oder Jugendlichen für eine Stunde, um zusammen zu spielen, zu basteln, vorzulesen oder zu erzählen. „In einer entspannten, vom Schulalltag gelösten Atmosphäre wird den Kindern und Jugendlichen die deutsche Sprache und auch die deutsche Kultur näher gebracht“, wie ihre Kollegin Claudia Kloock erklärte, Diese Treffen finden in der Regel in der Schule am Vormittag statt, selbstverständlich könne aber auf Wünsche der Sprachpaten und Kinder/Jugendlichen bezüglich des Ortes und der Intensität des Kontaktes individuell eingegangen werden. Von der ‚Spielstunde‘ bis zum ‚Nachhilfeunterricht zur Erlangung des Schulabschlusses‘ wird, in Präsenz oder Online, alles vermittelt, was zur Sprachverbesserung und zur Erlangung der individuellen Ziele der Kinder und Jugendlichen weiterhilft.
Das SmiLe-Projekt wird von Beginn an durch das Kommunale Integrationszentrum mit freiwillige Schulungen und Treffen begleitet, um die Ehrenamtlichen zu unterstützen, Erfahrungen auszutauschen und das Projekt weiter zu optimieren.
An zwölf lippischen Schulen haben die beiden Koordinatorinnen mittlerweile 16 Smileys vermittelt und freuen sich nun auf neue Sprachpatinnen und -paten, die Lust haben, in dem Projekt mitzuarbeiten und die Kinder und Jugendlichen beim Start in Deutschland zu unterstützen.
Ansprechpartnerinnen im KI sind: Beate Becker unter (0 52 31) 62 1493 oder per E-Mail an b.becker@kreis-lippe.de sowie Claudia Kloock unter (0 52 31) 62 1492 oder per E-Mail an c.kloock@kreis-lippe.de.

Ausleihbibliothek im KI am Puls der Zeit

Neuerwerbungen – Neues entdecken

Eine gute Bibliothek lebt von einer angemessenen Auswahl, einem ansprechenden Service und – von einer steten Aktualität. Das gilt selbstverständlich auch für die Ausleihbibliothek ‚ Medien im Kommunalen Integrationszentrum (MiKI)‘.

„Jeden Monat erweitern wir unseren Bibliotheksbestand“, wie Beate Becker vom MiKi-Team erläuterte, „um so den interessierten Fachkräften und Lehrpersonen auch die Materialen anbieten zu können, die dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen“.

„Damit unsere Nutzerinnen und Nutzer sich über diese Neuerwerbungen informieren können, ergänzte Claudia Kloock, ebenfalls vom MiKi-Team, „erstellen wir eine Liste mit allen im angegebenen Zeitraum neu erworbenen Medien“. Diese seien dann entsprechend in der Bibliothek vorhanden und ausleihbar.

„So haben wir beispielsweise im letzten Monat viele Kartenspiele von Lingoplay erworben, mit denen Wortschatz und Grammatik auf spielerische Art und Weise trainiert werden können“, stellte Becker dar, sehr schön sei, dass die Spiele sich für alle Altersgruppen eigneten. Zudem seinen auch neue Materialien für den Deutschanfangsunterricht in der Grundschule hinzugekommen, „der Bogen spannt sich dabei von Materialien zur Didaktik über Kopiervorlagen bis hin zu ganzen Unterrichtsreihen“, so Kloock abschließend zu diesem Angebot des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Lippe.

Die Liste der Neuerwerbungen kann unter https://willkommen-in-lippe.de/service/miki/ eingesehen werden. Selbstverständlich sind Becker und Kloock auch immer an Ideen und Anregungen für die Ergänzungen des Bibliotheksbestandes interessiert und können unter b.becker@kreis-lippe.de oder c.kloock@kreis-lippe.de erreicht werden.

Die Präsenzbibliothek ist nun Ausleihbibliothek!

Neuer Name – neues Konzept! MiKI – Medien im Kommunalen Integrationszentrum

Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Lippe bietet eine neue, ‚alte‘ Serviceleistung für Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiter_innen und ehrenamtliche Sprachpat_innen an, die MiKI.

Beate Becker (links) und Claudia Kloock stellen die neue Ausleihbibliothek des KI vor.

„Lange Zeit befanden sich unsere Materialien in der Medienstelle im Kreishaus, jetzt haben wir die Bibliothek neu aufgebaut“, so Beate Becker vom KI-Team, „und halten in der MiKI (Medien im Kommunalen Integrationszentrum) Materialien zum Stöbern und nun auch Ausleihen bereit.“

Das Angebot an Materialien für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sei sehr bunt und manchmal unüberschaubar, wie ihre Kollegin Claudia Kloock ergänzte. „Hier möchten wir mit der MiKI unterstützen und beraten.“ So befindet sich in der Mediathek Fachliteratur zu verschiedenen Aspekten z.B. des Spracherwerbs, der durchgängigen Sprachbildung, der Elternarbeit oder der Didaktik und Methodik. Darüber hinaus umfasst MiKI aktuelle Lehrwerke, Spiele und (mehrsprachige) Bilderbücher. Ergänzt wird das Angebot durch Materialien zu verschiedenen gesellschaftlichen und interkulturellen Themen.

„Zu bestimmten Fachgebieten haben wir Bücherkisten zum Entleihen zusammengestellt“, stellt Becker heraus. Sie seien bislang zu den Themen ‚durchgängige Sprachbildung‘, ‚Mathematik‘, ‚Digitales‘ und ‚Sag es auf Deutsch‘ ausleihbar.

Der Bestand der MiKI wird kontinuierlich um aktuelle Neuerscheinungen erweitert. „Wir stellen nach und nach weitere Kisten zusammen und berücksichtigen gerne Ihre Themenvorschläge“, so Kloock.

Coronabedingt ist der Zugang zur MiKI zur Zeit noch nicht möglich. Eine Ausleihe kann trotzdem organisiert werden. Für die Kontaktaufnahme stehen Beate Becker, b.becker@kreis-lippe.de oder 05231 – 621493, sowie Claudia Kloock, c.kloock@kreis-lippe.de oder 05231 – 621492, als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.

„Ich bin angekommen“

Neue Interviewreihe ermöglicht Einblicke in das Leben von Neuhinzugewanderten

„Ich bin angekommen“ – Unter diesem Motto berichten neu angekommene Lipperinnen und Lipper über ihre Erfahrungen auf dem Weg nach Deutschland. Warum kamen sie hier her? Welche Hürden begegneten ihnen? Persönliche Einblicke in das Leben von Menschen und ihrem Weg bis nach Lippe, die hier inzwischen fest verwurzelt sind. Dies ist die erste Folge, in welcher Maria uns von ihren Erfahrungen berichtet. Hier finden Sie das komplette Interview:

Padlets – neuer Service des Kommunalen Integrationszentrums

Verschiedenste Programme, um Deutsch zu lernen, Tipps und Tricks, um überzeugende interaktive Präsentationen zu erstellen, Videos zum Themenbereich ‚Wie tickt der Deutsche‘ und Grammatikerklärungen auf Youtube – das ist nur eine kleine Auswahl des neuen Padlets namens „Digits – Digitale Häppchen für den DaZ/DaF-Unterricht“, das Claudia Kloock, eine der Lehrkräfte im KI, erstellte. „Mit diesem Padlet werden in loser Reihenfolge Links und Apps veröffentlicht, die speziell für den DaZ/DaF-Unterricht hilfreich sein können und Anregungen für den Präsenz- wie Distanzunterricht geben sollen“, so Kloock, darüber hinaus biete die Auswahl auch Tipps für Lernende, die eigenständig am PC mit Lernalternativen ihre Sprachkenntnisse ergänzen wollen. Neugierig? Unter https://padlet.com/ckloock1/wp8pw162bh6jwbhw können Sie sich orientieren.

Viel Erfolg wünscht Ihre KI-Team

Gelungene Kooperation zwischen dem KI und dem LEOS

Winterliche Wortvergnügungstüten für Flüchtlingsfamilien

Das ‚jugendstil – kinder- und jugendliteraturzentrum nrw‘ in Dortmund verschenkte schon zum zweiten Mal in diesem Jahr 500 ‚Wortvergnügungstüten‘ an geflüchtete Kinder, einen Teil davon konnte das Kommunale Integrationszentrum (KI) für Lippe ergattern.

Mit reichlich Abstand übergibt Beate Becker (rechts) vom KI des Kreises Lippe die ‚Wortvergnügungstüten‘ im LEOS an Astrid Bondzio.

„Das KI hatte sich kurz vor Weihnachten um 25 dieser Tüten beworben und den Zuschlag erhalten“, so Beate Becker, zuständige KI-Mitarbeiterin. Als einer von zwölf Partnereinrichtungen in NRW habe man an dieser Aktion teilnehmen können.

„Die ersten acht Tüten wurden noch vor Weihnachten im Zuge einer Verlosung auf Instagram auf die Reise an die geflüchteten Familien geschickt“, wie Becker darlegte, die restlichen Tüten seien nun an das LEOS (Kinder-Jugend-Familienzentrum) in Leopoldshöhe gegangen. Von dort aus werden die Tüten weitergereicht. So können die Kinder mit Schneegestöber und Geschichtengenuss die Winterferien ganz individuell gestalten.

Passend zur Jahreszeit wurden die Tüten mit dem Bilderbuch ‚Vor den 7 Bergen‘ bestückt. Die Buchfiguren als Anziehpuppen, Berge und Bäume zum Ausschneiden und ein weißer Kreidestift laden die Kinder ein, ihre eigene wundersame Winterlandschaft auf einer Fensterscheibe zu gestalten und die Geschichte weiterzuerzählen.

Astrid Bondzio, Mitarbeiterin des Kinder-, Jugend- und Familienzentrums LEOS freute sich auch nach Weihnachten noch sehr über das Geschenk: „Mit den Büchern werden wir in die Familien gehen, die eher selten Zugang zu Büchern haben.“

Informationen zum Schulsystem in vielen Sprachen

Welche Schulformen gibt es in NRW?

Welchen Abschluss kann mein Kind erlangen?

Die Antworten zu diesen Fragen finden sich im kostenlosen Flyer des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW und in einem Erklärfilm. Der Film und die Flyer wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Flyer finden Sie unter www.schulministerium.nrw.de Auf der Verlinkung zu der Seite des Schulministeriums ist dieser rechts unten zu finden. Der Erklärfilm kann auf youtube aufgerufen werden. Zudem steht Ihnen der QR-Code für die Auswahl zur Verfügung.

 

„Nein zu Rassismus, jeder Mensch ist gleich“

Sekundarschule Nordlippe bezieht mit Projekt eindeutig Stellung

Knapp drei Minuten genügen – die Sekundarschule Nordlippe legt mit ihrem Rap ein eindeutiges Zeugnis gegen Rassismus ab, das im Internet jederzeit und überall Gehör findet kann.

Die Projektgruppe trägt in dieser Videoszene ihre Botschaft aus der Schule in das Land hinein.

Nein – Extertal ist keine Gemeinde, in der es ausländerfeindliche Aktionen je gegeben hätte, im Gegenteil: Die Geflüchteten der letzten Jahre sind freundlich aufgenommen worden und viele Menschen haben sich um ihre Integration bemüht. Nein – die Sekundarschule Nordlippe hat kein Problem mit Rassismus, im Gegenteil: Hier lernen Kinder und Jugendliche aus vielen verschiedenen Ländern friedlich unter einem Dach.

„Dennoch: immer wieder und viel zu oft hörten wir in den Medien von fremdenfeindlichen, rassistischen Aktionen, fallen auch im normalen Alltag von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Äußerungen, die ausgrenzen und diskriminieren“, so die Lehrerin Petra Esch-Hodde, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Anastasia Alert das Projekt leitete. Das sei oft nicht böse gemeint, aber schnell gesagt. „Innocent racism – unschuldiger Rassismus, wie ihn Zugezogene, Menschen mit anderer Hautfarbe, Herkunft, Religion wohl täglich erleben“, ergänzte Alert.

Ein eindeutiges Zeugnis, im Idealfall mit einer Aktion gegen Rassismus an ihrer Schule war den beiden Lehrkräften wichtig, als sie in diesem Jahr den Darstellen- und -Gestalten-Kurs im neunten Jahrgang durch ein Projekt führten. „Mit Sebastian Fritzemeier vom Kooperationspartner Jugend und Kultur Extertal e.V. und den Mitarbeitern der Rap-School NRW fanden sich kompetente Partner, die das Projekt zu einem sehenswerten Produkt führten“, verdeutlichte Alert.

Auch auf diesen kreativ und individuell gestalteten Masken ist die Botschaft klar.

Zunächst wurden die theoretischen Grundlagen erarbeitet und die Schülerinnen und Schüler konnten ihre auch ganz persönlichen Erfahrungen und Standpunkte zum Thema Rassismus austauschen. Als es darum ging, den Rap-Song selber zu texten, zu rappen und darzustellen, fanden die Schülerinnen und Schüler nach anfänglichem Zögern ihren Weg, eindringliche und engagierte Texte zu finden und mit viel Kreativität vor die Kamera zu bringen. Selbst gestaltete Masken mit Sprüchen gegen Rassismus ergänzten die Arbeiten. „Mit großer Professionalität der Rap School – Mitarbeiter bei Kameraführung und Schnitt entstand ein Video, das Idee und Appell der fünf intensiven Tage eindringlich verdeutlicht“, so die beiden Lehrerinnen.

„Schnell waren sich die Schülerinnen und Schüler einig, dass die Aktion damit nicht beendet sein kann. Neben dem fleißigen Teilen des Videos in der Schulgemeinschaft sollen die Produkte wie Masken, Plakate, Bilder in den nächsten Tagen in der Schule ausgestellt werden“, erläuterte Esch-Hodde die Planungen. Aber auch eine Bewerbung als Schule gegen Rassismus / Schule mit Courage solle in nächster Zeit angestoßen werden. Dies alles geschehe um die Erkenntnis aus dem Refrain „Die Vielfalt in Deutschland macht uns alle reich“ weiter zu verbreiten. Das Video kann unter https://youtu.be/Hrsfgzi5NXg heruntergeladen werden.